Die Schibulskis

18 Dezember 2012

Körperfresser

Widerlich, ekelerregend, pervers. Das sind nur einige Worte, die mir zu dem Beitrag, der gestern bei Galileo auf Pro7 zu sehen war, einfallen. Es ging um Parasiten, die sich in unseren Körpern vermehren, oder sich von unserem Gewebe ernähren.

Einer davon ist ein Fisch namens Candirú. Er kommt sehr häufig in den Gewässern Südamerikas vor, am schlimmsten ist aber Brasilien von dem Parasiten befallen. Normalerweise ernährt sich der Candirú von anderen Fischen, in die er, z.B. durch die Kiemenöffnungen eindringt und sich dort von deren Gewebe ernährt. Angelockt wird der von den Ureinwohnern auch ehrfürchtig "Vampirfisch" genannte Schmarotzer von den Ausscheidungen anderer Lebewesen, sprich deren Urin. Das er bei der Wahl seines Wirtes nicht wählerisch ist, beweisen Menschen, die dieses Ungetüm am eigenen Leib spüren durften.

Dabei dringt der Fisch in nicht verhüllte Körperöffnungen, wie Anus, Vagina oder auch den Penis ein. Wie auch bei beim Touristen Silvio Barbossa :"Als ich Baden wollte, kam er einfach so aus der Tiefe und ist in meinen Penis eingedrungen. Ich bin so erschrocken. Ich habe versucht ihn am Schwanz zu packen, es ist mir nicht gelungen, da er so schlüpfrig ist. Ich hatte große Angst, denn wenn der Fisch erst einmal drin ist, dann frisst er innen alles auf.“

Zurecht, denn der Parasit, der bei uns auch Penisfisch genannt wird, verkantet sich mit seinen Widerhaken in der Harnröhre und höhlt den Penis von innen aus, was zwangsläufig die Amputation dessen zur Folge hat. Meist kann nur noch ein rechtzeitiger operativer Eingriff helfen.

Example

Weiterführende Informationen:


Eintrag Wikipedia
Bericht einer Candirú-Operation (spanisch)

1 Kommentar:

  1. Bin ich froh, dass ich so selten im Amazonas schwimmen gehe *grusel*

    Gott, was ein grausliges Viech. Klingt ja eher wie ein Aprilscherz. Aber ich bin mir gaaaaaaanz sicher, dass wir Juli haben.

    *kalendersuchengeh*

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